Ein Abend wie in 1001 Nächte
Zauberhafter Orient
Ein Abend voller Düfte, Farben und orientalischer Magie: Unter dem Motto „Ein Abend wie in 1001 Nächte“ verwandelte sich unsere Kochveranstaltung in eine kulinarische Reise in ferne Welten. Inspiriert von den Geschichten rund um Aladin und die geheimnisvolle Wunderlampe haben wir die Gäste mitgenommen in ein Reich voller Gewürze, exotischer Aromen und märchenhafter Genüsse. So wie in den alten Erzählungen jede Nacht eine neue Geschichte versprach, eröffnete auch jeder Gang unseres Menüs ein neues Kapitel – von sinnlichen Vorspeisen bis zu süßen Versuchungen, die wie kleine Schätze aus dem Orient wirkten.
Vorspeise
Gebratene Salatherzen
Wie ein geheimnisvoller Basar im Orient öffnet sich der Abend: Düfte von Kardamom, Kreuzkümmel und Minze schweben durch die Luft, als hätte jemand eine unsichtbare Lampe gerieben und die Aromen der Ferne heraufbeschworen.
Zutaten
- 4 Portionen









Wasche die Salatherzen und halbiere sie. Achte dabei darauf, dass der Strunk als ganzes Stück erhalten bleibt, damit das Salatherz in seine Einzelteile zerfällt. Halbiere den Granatapfel. Fülle eine Schüssel zur Hälfte mit Wasser, gib eine der beiden Granatapfelhälften hinein und löse mit sanftem Druck die Kerne aus dem Inneren der Schale. Pass dabei gut auf, dass keine Spritzer auf Kleidungsstücke landen, die Flecken des Fruchtsaftes gehen nur sehr schwer raus! Fahre so auch mit der anderen Hälfte fort.
Wasche und halbiere den Lauch, schneide ihn in feine Ringe und brate diese in einem Esslöffel Olivenöl an, damit sie eine leichte Bräunung annehmen.
Wasche die vorgekochten Kichererbsen unter fließendem lauwarmen Wasser und schütte sie in eine Metallschüssel. Füge zu den Kichererbsen den angebratenen Lauch, zwei Esslöfel Tahin sowie zwei Esslöfel Olivenöl hinzu. Püriere die Zutaten mit einem Pürierstab, damit eine sämig weiche Konsistenz entsteht. Schmecke diese anschließend je nach Belieben mit Salz und Pfeffer ab. Sollte der Hummus noch eine zu feste Konsistenz haben, füge etwas Olivenöl hinzu und verrühre die Masse.
Nun wird das Dressing für die gebratenen Salatherzen angefertigt. Mische in einer hohen Tasse den Essig mit 2 EL Olivenöl, gib das Mark einer halben Vanilleschote dazu und würze mit Salz und Pfeffer nach Belieben ab. Mische die Zutaten (am besten mit einem Milchaufschäumgerät) solange, bis eine homogene Masse ensteht.
Jetzt geht es in die letzte Phase, wir braten die Salatherzen an! Erhitze dafür eine Pfanne auf dem Herd, gib 1 EL Olivenöl sowie Zucker (ca. 2 EL) dazu und warte, bis der Zucker sich aufzulösen beginnt. Lege nun die halbierten Salatherzen in die Pfanne (mit der Schnittseite nach unten) und brate sie im Karamell solange an, bis eine leichte Bräunung entsteht. Wenn du möchtest, kannst du die Salatherzen auch in der Pfanne wenden, damit beide Seiten die Röstaromen aufnehmen. Würze den angebratenen Salat mit etwas Salz und Pfeffer entsprechend deines Geschmacks ab.
Lege nun jeweils zwei Salatherzen auf einen Teller (Schnittfläche weist nach unten). Beträufle den gebratenen Salat mit dem zuvor hergestellten Dressing. Forme anschließend mit Hilfe von zwei Löffeln „Nockerl“ aus dem Hummus und dressiere diese auf den Teller. Streue anschließend einige Granatapfelkerne über die Salatherzen und den Hummus – fertig ist die orientalische Vorspeise aus 1000 und einer Nacht!
Hauptspeise
Orientalische Bällchen
Die Tafel gleicht einem Palastsaal, in dem jedes Gericht eine Geschichte erzählt – vom Orient mit funkelnden Gewürzkarawanen, goldenen Sonnenuntergängen und dem Zauber ferner Wüsten.“
Als vegatarische Alternative eignen sich Erdäpfel- oder Brotbällchen hervorragend. Die Rezepte dazu werden nach Veröffentlichung hier verlinkt.
Zutaten
- 5 Portionen




















Bevor du beginnst, heize das Backrohr auf 180°C Heißluft vor. Schneide die Zucchini in schmale Streifen. Anschließend kommen ein halber Bund der Minze, die Petersilie, das Olivenöl und die Gewürze in eine Moulinette und werden dort zu einem groben Brei zerkleinert. Reibe die Zucchini mit Chermoula ein und lass diese mindestens 15 Minuten marinieren. In der Zwischenzeit kannst du mit den Minz-Erdäpfel weitermachen.
Schneide die bereits gekochten Erdäpfel in Scheiben. Danach wasche die Minze gründlich und zupfe die Blätter von den Stielen. Die Stiele kannst du bereits zusammen mit dem Schlagobers und der Buttermilch in einen Topf geben. Die Blätter werden ganz fein geschnitten. Das funktioniert am besten mit einem Wiegemesser. Nun kommen diese ebenfalls in den Topf. Würze noch mit Salz und Muskat. Da diese Beilage nicht lange braucht, wechsle nun zu den Fleischbällchen.
Schneide anschließend die Zwiebel in grobe Stücke und die Datteln in vier Teile. Gib nun die Zwiebelstücke in einen Mixer und im Anschluss die Datteln, den Knoblauch, die Minze und ein wenig Öl dazu. Zerkleinere alles zu einer groben Masse. Mische diese mit dem Faschierten. Für die Bindung füge noch die Eier dazu, damit die Masse eine Bindung bekommt und würze alles mit Zimt, Kreuzkümmel, Chili, Salz und Pfeffer. Für die Frische kommt noch etwas Zitronenzeste dazu. Sollte die Fleischmasse noch zu feucht sein, kannst du diese mit Semmelbröseln binden.
Nachspeise
Baklava
Und wie in den alten Erzählungen über den Orient, in denen am Ende ein Schatz entdeckt wird, offenbart sich nun die süße Verführung: ein kleines Märchen aus Honig, Nüssen und Gewürzaromen.
Zutaten
- 5 Portionen

alternativ geht auch Strudelteig





traditionell Walnüsse & Pistazien



Beginne, indem du den Backofen auf 175° vorheizt. Fette mit etwas flüssiger Butter eine quadratische ofenfeste Form (ca. 23 x 23 cm) ein oder lege diese mit Backpapier aus. Nun vermische die Nüsse mit dem Zimt und dem Kardamonpulver. Welche Nüsse du dabei verwendest, bleibt dir überlassen. Typischerweise verwendet man Pistazien und Walnüsse. Wir haben uns für eine Variante mit einer Mischung aus Mandeln und Haselnüssen entschieden.
Im nächsten Arbeitsschritt rollst du den Filo- oder Strudelteig aus und schneidest ihn auf die Größe deiner Backform zu. Damit die Teigblätter nicht austrocknen, bedecke diese mit einem feuchten Tuch.
Nun geht’s mit dem Zusammensetzen des Baklava weiter. Nimm dazu zwei Lagen vom Teig und bestreiche die obere mit Butter. Das wiederholst du solange bis acht Lagen entstanden sind, also viermal. Über die achte Lage kommt die Nuss-Zimt-Mischung. Nun wiederholt sich das Prozedere mit den Teiglagen. Auf die Nüsse zwei Teiglagen legen und die obere Lage wieder mit Butter bestreichen. Das wiederholst du, bis du keinen Teig mehr hast.
Mit einem scharfen Messer das Baklave nun in Form schneiden (Quadrate oder Romben), bevor es für ungefähr 50 Minuten im Rohr goldbraun und knusprig gebacken wird.
In der Zwischenzeit bereitest du den Sirup zu. Dazu werden Zucker und Wasser aufgekocht, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Honig und Vanille hinzufügen und ca. 20 Minuten köcheln.
Das Baklava aus dem Ofen nehmen und sofort den Sirup darüber gießen. In der Türkei beträgt der Sirup eine Temperatur von ungefähr 103°. Lass nun das Baklava auskühlen und den Sirup aufsaugen. Zum Servieren legst du ein Stück in Muffinförmchen aus Papier. Das Baklava nicht abdecken, weil es sonst matschig wird.
Wenn du nicht so viel essen kannst / willst, kannst du es auch gut einfrieren.
